Wecken Sie Ihren kreativen Tiger: Baustein 3

Doodle

3. Kritzeln 

Kritzeln Sie. Ähnlich wie beim "Journaling", mit dem zusätzlichen Vorteil, dass Sie es jederzeit und überall tun können. Formulieren Sie vorab die Aufgabe, die Ihnen neue Perspektiven abverlangt, möglichst konkret. Vermeiden Sie Allgemeinplätze, wie

  • „Ich brauch da ne Lösung“ oder 
  • „Mir muss da etwas Neues einfallen“. 

Die gezielte Frage- bzw. Aufgabeformulierung erhöht die Wahrscheinlichkeit der kreativen Ausbeute erheblich. Formulieren Sie möglichst genau, z.B.

  • „Ich bin auf der Suche nach einer ungewöhnlichen Herangehensweise, für die Verschaltung von X“ oder
  • „Wenn ich einen mir noch unbekannten Baustein finde, dann kann ich X neu anordnen“. 

Dann kritzeln Sie los. Hängen Sie Ihren Gedanken nach und lassen Sie Ihrer zeichnenden Hand einfach freien Lauf. Das nächste Mal wenn Sie wieder in einer langen Telefonkonferenz stecken und einfach „nicht dran“ sind, in einer Besprechung oder beim Warten in der Empfangshalle des neuen Kunden … - schnappen Sie sich einen Stift und Papier und starten Sie Ihre Kritzeleien.

Da dieses Kritzeln eine „Rechtshirn“-Aktivität ist (die Gehirnhälfte, die den Großteil Ihrer linken Körperhälfte steuert),  bringt es Sie in Kontakt mit der kreativen Seite Ihres Geistes. Diese Kritzeleien können Ideen entfesseln, schon während Sie den Stift krakelig über das blanke Papier huschen lassen. Oder Sie schauen ihre Zeichnungen später noch einmal an und sehen, ob diese Sie zu einer neuen Sichtweise zur Lösung für Ihre konkret formulierte Aufgabe führen. 

Photo von Inha Leex Hale - http://www.flickr.com/photos/sixmilliondollardan/

Wecken Sie Ihren kreativen Tiger: Baustein 5

Traum

5. Träume

Schlafen ist ne feine Erfindung. Wer auch immer dafür Verantwortlich ist, wusste was er da tut. Ich entdecke viele meiner Ideen im Schlaf. Einige fantastische Eingebungen habe mir von meinem Unterbewussten zuschustern lassen, währen mein bewusster Verstand sich eine nächtliche Auszeit genommen hat.

Die Harvard-Psychologin Deirdre Barret führte Studien durch, die eindeutig belegen, dass Träume uns bei der Problemlösung helfen können. Halten Sie Ihre erwünschte Eingebung, die Problemstellung möglichst konkret (das isses wieder, das „K“-Wort) auf einem Stück Papier fest, welches Sie sich im Bett kurz von dem Augenzufallen noch einmal anschauen. Halten Sie Stift und Papier in Armlänge parat, so dass Sie bei einem evtl. nächtlichen Erwachen ohne große Verzögerung etwas aufschreiben können. In diesem Fall notieren Sie schnell Ihre Erinnerungen, Ihren Trauminhalt, bevor diese verblassen.

Träume sind oft unlogisch, so dass es ggf. einiger Interpretationsarbeit bedarf, bevor Sie die Botschaft an sich durchschauen. So kann es sein, dass z.B. der im Traum aufgetauchte „verrückte Clown“, der Ihr Fahrrad verspeisen wollte, Ihren größten Kunden repräsentiert, den Sie bisher einfach in Ihrer Problemlösungssuche übersehen haben. Dann beginnt Ihr bewusster Verstand diese losen Wissensfäden zu einer manchmal unglaublich genialen Lösungsmöglichkeit zu verweben, auf die Sie im wachen Zustand alleine niemals gekommen wären.

Ich will Sie ermutigen diese vielleicht seltsam erscheinenden Methoden wirklich auszuprobieren, sie anzuwenden. Regelmäßig. Lassen Sie sich auf dieses kleine Trainingsprogramm ein und lassen Sie sich verblüffen.

Und wenn es einmal nicht sofort den gewünschten Erfolg haben sollte (was ich nicht glaube, da ich in meinem täglichen Job als Trainer und Coach immer wieder die entsprechenden Erfolgsgeschichten ernten darf), dann bleiben Sie einfach dran und lassen Sie nicht sofort wieder locker.

Es wird den gewünschten Erfolg mit sich bringen.

Seien Sie ausdauernd.

Photo von muecke36 - http://www.flickr.com/photos/muecke36/