Enttäusche Dich selbst! 1/4
Ja, hier geht es um Enttäuschung. Aber im Sinne einer Ent-täuschung, also dem Ende der Selbsttäuschung.
Unser Verstand ist recht potent, was die Themen „sich selbst Streiche spielen“ und „Freude rauben“ angeht. Die in uns gepflasterten Gedankengänge sind komplex und oft unsere schlimmsten Feinde, wenn es darum geht, gut zu uns selbst zu sein. Und so täuschen unsere eigenen Gehirne uns Halbwahrheiten vor, während sie uns dazu bringen anzunehmen, dass etwas bestimmtes richtig oder falsch ist, obwohl es dafür nur unzureichende „Beweise“ gibt.
Mit wie vielen Punkten auf der folgenden Liste können Sie sich ansatzweise identifizieren:
1. „Ich wäre um einiges glücklicher, wenn ich weniger arbeiten müsste!“
Unser Verstand versucht uns glauben zu machen, dass wir glücklicher wären, wenn wir nicht arbeiten müssten. Wir stellen uns ein Leben in Freizeit und Freiheit vor und denken, diese Art von Lebensstil würde uns glücklich machen. Allerdings ist die Wahrheit, dass diese Art von Müßiggang oft zu Langeweile und Depression führt.
Der Mensch ist von Natur aus ein strebsames und kreatives Wesen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Wir brauchen die Herausforderung und auch ein Mindestmaß Leistungsempfinden, um glücklich zu sein.
Wahrscheinlich geht es nicht um weniger Arbeit, sondern darum, sich und seine Lebenszeit in etwas Bedeutendes und Großartiges zu investieren.
2. „Dafür kann ich nichts, das ist die Schuld von X!“
Oftmals führen unsere Gedanken uns zu der Erkenntnis, dass wir wegen unserer Ehegatten, Eltern, Arbeitgeber oder anderen Personen in unserem Leben unglücklich sind. Auch wenn wir es nicht explizit aussprechen, so „fühlen“ wir doch eindeutig, dass die Umwelt an irgendeinem für uns unguten Umstand deutlich mitverantwortlich ist.
Manchmal schleudern wir diese Anschuldigungen auch um uns, wie die oft zitierten Förmchen im Sandkasten, wenn wir unseren Willen nicht bekommen. Nur, wie heißt es so schön: „Zum Tango braucht es der Tänzer zwei!“.
Im Allgemeinen ist es eben einfacher, wenn wir Andere für unser Leben verantwortlich machen. Doch die Herausforderung ist es wohl, die Verantwortung für die Situation in der wir stecken zu übernehmen und zu akzeptieren, dass wir immer unseren Teil zum Hier und Jetzt beigetragen haben.
Die persönliche Verantwortung für unser Handeln und die Dinge die uns geschehen zu übernehmen, ist der Anfang eines entschieden gelebten Lebens.
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