Wecken Sie Ihren kreativen Tiger: Baustein 3

Doodle

3. Kritzeln 

Kritzeln Sie. Ähnlich wie beim "Journaling", mit dem zusätzlichen Vorteil, dass Sie es jederzeit und überall tun können. Formulieren Sie vorab die Aufgabe, die Ihnen neue Perspektiven abverlangt, möglichst konkret. Vermeiden Sie Allgemeinplätze, wie

  • „Ich brauch da ne Lösung“ oder 
  • „Mir muss da etwas Neues einfallen“. 

Die gezielte Frage- bzw. Aufgabeformulierung erhöht die Wahrscheinlichkeit der kreativen Ausbeute erheblich. Formulieren Sie möglichst genau, z.B.

  • „Ich bin auf der Suche nach einer ungewöhnlichen Herangehensweise, für die Verschaltung von X“ oder
  • „Wenn ich einen mir noch unbekannten Baustein finde, dann kann ich X neu anordnen“. 

Dann kritzeln Sie los. Hängen Sie Ihren Gedanken nach und lassen Sie Ihrer zeichnenden Hand einfach freien Lauf. Das nächste Mal wenn Sie wieder in einer langen Telefonkonferenz stecken und einfach „nicht dran“ sind, in einer Besprechung oder beim Warten in der Empfangshalle des neuen Kunden … - schnappen Sie sich einen Stift und Papier und starten Sie Ihre Kritzeleien.

Da dieses Kritzeln eine „Rechtshirn“-Aktivität ist (die Gehirnhälfte, die den Großteil Ihrer linken Körperhälfte steuert),  bringt es Sie in Kontakt mit der kreativen Seite Ihres Geistes. Diese Kritzeleien können Ideen entfesseln, schon während Sie den Stift krakelig über das blanke Papier huschen lassen. Oder Sie schauen ihre Zeichnungen später noch einmal an und sehen, ob diese Sie zu einer neuen Sichtweise zur Lösung für Ihre konkret formulierte Aufgabe führen. 

Photo von Inha Leex Hale - http://www.flickr.com/photos/sixmilliondollardan/

Wecken Sie Ihren kreativen Tiger: Baustein 2

Journal

2. "Journaling"

Die eigenen spontanen Gedankengänge in einem kleinen Buch festzuhalten, welches Sie immer bei sich tragen, ist ein weiterer Weg um in Kontakt mit seinen unterbewussten Ressourcen zu kommen.

Diese Art der Ideensammlung ist nicht wie ein Tagebuch zu verstehen. Vielmehr ist es so wie in den amerikanischen Filmen, wo sich die Reporter irgendwas in Notizbuch krickeln, um ein Zitat, einen Gedanken oder die nackten Fakten festzuhalten. 

In Ihrem Fall bedeutet es, frei fließend zu schreiben. Gerne auch (vermeintlich) zusammenhangslos. Es funktioniert am besten, wenn sie z.B. schon am Frühstückstisch damit anfangen. Halten sie das Erste was Ihnen am Morgen (bevor Sie zur Arbeit starten, den Tag planen oder sich sonstige Gedanken über seinen hochkomplexen Ablauf machen) Stichwortartig fest.

Kommen Ihnen keine Worte in den Sinn, dann zeichnen Sie Figuren, Linien, Konstrukte Ihrer Wahl. Bewerten Sie nicht vorzeitig diesen (vermeintlich) zusammenhanglosen Kram, den Sie da zusammenkrackeln. Die Bedeutung kommt vielleicht erst Stunden, Tage, Wochen oder Monate später, wenn Ihnen plötzlich wieder einfällt, das im Lichte neuer Ereignisse da ja schon irgendwas Seltsames in Ihrem „Journal“ ein bisher belangloses Dasein fristet.

Die Journalerstellung darf" mit Stift auf Papier, also nicht auf dem Computer durchgeführt werden. Sie wissen ja, sobald Sie Ihren Computer einschalten, werden Sie auf magische Weise in Ihre E-Mail-Korrespondenz gesaugt und ZACK … - da hat Sie der reglementierte Alltag schon wieder am Schlafittchen. So dürfte es dann nur unnötig schwer werden, mit dem „mal was anderes denken und entdecken“.

Photo von joelmontes - http://www.flickr.com/photos/joelmontes/