lautdenker.Change.Blog http://lautdenker.posterous.com Sinnvolles und -freies über persönliches Wachstum und Veränderung posterous.com Mon, 16 Jan 2012 08:03:00 -0800 Enttäusche Dich selbst! 1/4 http://lautdenker.posterous.com/94459505 http://lautdenker.posterous.com/94459505

Steamy

Ja, hier geht es um Enttäuschung. Aber im Sinne einer Ent-täuschung, also dem Ende der Selbsttäuschung.

Unser Verstand ist recht potent, was die Themen „sich selbst Streiche spielen“ und „Freude rauben“ angeht. Die in uns gepflasterten Gedankengänge sind komplex und oft unsere schlimmsten Feinde, wenn es darum geht, gut zu uns selbst zu sein. Und so täuschen unsere eigenen Gehirne uns Halbwahrheiten vor, während sie uns dazu bringen anzunehmen, dass etwas bestimmtes richtig oder falsch ist, obwohl es dafür nur unzureichende „Beweise“ gibt.

Mit wie vielen Punkten auf der folgenden Liste können Sie sich ansatzweise identifizieren:

1. „Ich wäre um einiges glücklicher, wenn ich weniger arbeiten müsste!“

Unser Verstand versucht uns glauben zu machen, dass wir glücklicher wären, wenn wir nicht arbeiten müssten. Wir stellen uns ein Leben in Freizeit und Freiheit vor und denken, diese Art von Lebensstil würde uns glücklich machen. Allerdings ist die Wahrheit, dass diese Art von Müßiggang oft zu Langeweile und Depression führt.
Der Mensch ist von Natur aus ein strebsames und kreatives Wesen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Wir brauchen die Herausforderung und auch ein Mindestmaß Leistungsempfinden, um glücklich zu sein.
Wahrscheinlich geht es nicht um weniger Arbeit, sondern darum, sich und seine Lebenszeit in etwas Bedeutendes und Großartiges zu investieren.

2. „Dafür kann ich nichts, das ist die Schuld von X!“

Oftmals führen unsere Gedanken uns zu der Erkenntnis, dass wir wegen unserer Ehegatten, Eltern, Arbeitgeber oder anderen Personen in unserem Leben unglücklich sind. Auch wenn wir es nicht explizit aussprechen, so „fühlen“ wir doch eindeutig, dass die Umwelt an irgendeinem für uns unguten Umstand deutlich mitverantwortlich ist.
Manchmal schleudern wir diese Anschuldigungen auch um uns, wie die oft zitierten Förmchen im Sandkasten, wenn wir unseren Willen nicht bekommen. Nur, wie heißt es so schön: „Zum Tango braucht es der Tänzer zwei!“.
Im Allgemeinen ist es eben einfacher, wenn wir Andere für unser Leben verantwortlich machen. Doch die Herausforderung ist es wohl, die Verantwortung für die Situation in der wir stecken zu übernehmen und zu akzeptieren, dass wir immer unseren Teil zum Hier und Jetzt beigetragen haben.
Die persönliche Verantwortung für unser Handeln und die Dinge die uns geschehen zu übernehmen, ist der Anfang eines entschieden gelebten Lebens.

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Mon, 16 Jan 2012 07:39:00 -0800 Enttäusche Dich selbst! 2/4 http://lautdenker.posterous.com/94459364 http://lautdenker.posterous.com/94459364

Smile

3. „Wenn ich das Geheimnis des Erfolges entdecke, werde ich glücklich sein!“

Nun, auch wenn es die Selbsthilfe-Industrie anders proklamiert, bin ich überzeugt, dass es keine „Geheimnisse“ zum Glück oder Erfolg gibt. So viele Autoren, Verleger und bestimmte Instanzen unseres eigenen Verstandes möchten uns davon überzeugen, dass Abkürzungen existieren, die uns zum „großen Glücksberg“ führen. Doch diese Abkürzungen gibt es nicht.
Die Geheimnisse eines erfolgreichen Lebens sind eben keine Geheimnisse, die man sich teuer erkaufen muss. Lediglich fünf Punkte sind zu beachten, bzw. umzusetzen:

  • Erschaffe ein deutliches Bild deiner Zukunft, so, dass es für dich ein brennendes, attraktives Ziel gibt.
  • Formuliere eine Strategie, wie Du dieses Ziel erreichen willst. Formuliere dafür viele kleine Unterziele.
  • Teile die großen Aufgaben, die Teil dieser Strategie sind, in möglichst kleine, handhabbare Schritte ein.
  • Dann arbeite hart daran, diese Schritte umzusetzen.
  • Bleib dran!

Es gibt keine Abkürzungen oder Geheimnisse zu diesen fünf Punkten.

4. „Wenn ich doch nur X hätte, dann …“

Welch grausame Grundannahme: Wir werden erst dann vollkommen glücklich, wenn wir den richtigen Job, das richtige Haus, das richtige Auto oder was auch immer bekommen.
Es ist nichts Falsches daran, bessere Dinge zu wollen oder günstigere Umstände abzuwarten. Nur sind es eben nicht die vermeintlich fehlenden Bausteine, die uns dann automatisch glücklich machen, wenn sie plötzlich in unser Leben treten.
Die Gehirnforschung hat schon vor Jahren bewiesen, dass ein Glücksgefühl nicht lange anhält und somit auch nicht unsere Lebensqualität nachhaltig beeinflusst. Es kommt vielmehr zu einem vorübergehenden Glücks-Hoch, welches aber schnell wieder nachlässt.
Diejenigen, die ein dauerhaftes Glück suchen, müssen anerkennen, dass die Jagd nach mehr „richtigen“ Dingen oder Umständen ein Fass ohne Boden ist, das sich niemals füllen lässt.

5.  „Ich find’s gut so, wie es jetzt ist. Genauso soll‘s bleiben!“

Wer sich das wirklich wünscht, der wird unweigerlich enttäuscht werden. Das Leben ist eine Reise auf der Straße des ständigen Wandels. Einiges ist uns vergönnt zu kontrollieren, Anderes entzieht sich dieser Kontrolle vollkommen.
Der Widerstand gegen diesen Wandel wirkt selbstzerstörerisch auf das, was er kreieren will: Leben. Veränderung ist unvermeidlich und konstant. Eine der Aufgaben unserer Existenz ist es zu lernen, die freigesetzte Energie jedes Veränderungsprozesses in konstruktive, für uns wertvolle Bahnen zu lenken.
Wer anpassungsfähig ist, sich mental auf das Neue einstellen kann, ja, vielleicht sogar einen Schritt weiter ist, als der Durchschnitt, wird in jedem Veränderungsprozess Vorteile und Wachstumsmöglichkeiten finden können.

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Mon, 16 Jan 2012 07:36:00 -0800 Enttäusche Dich selbst! 3/4 http://lautdenker.posterous.com/94459123 http://lautdenker.posterous.com/94459123

Stop

6. „Wenn es sich bis jetzt noch nicht für mich gelohnt hat, dann wird’s auch nicht mehr!“

Oft sind wir entmutigt oder desillusioniert, dabei ist der Erfolg nur deshalb für uns noch nicht sichtbar, weil er sich hinter der nächsten Ecke verbirgt.
Kennen Sie Harland D. Sanders?  Das ist der Mann, der mit dem Franchising für seine “Kentucky-Fried-Chicken“-Restaurants zum Millionär wurde. Ursprünglich Tankstellenbesitzer, hatte er ein besonderes Rezept für die Zubereitung von Hühnchen entwickelt und dieses hunderten von Restaurantbesitzern in Lizenz angeboten. Viele lachten ihn aus und lehnten ab. Um genau zu sein: 1010 Angebote hat er erstellen müssen, bis er seine erste Zusage bekam. Mit dieser guten Referenz in der Tasche entwickelte sich sein Geschäft rasend schnell.
Jahrelanges Klinkenputzen, nur um immer wieder ein „Nein, vielen Dank!“ zu hören. Und wie gut wäre es zu verstehen gewesen, wenn er beim 1008. Angebot einfach aufgehört hätte?
Wir wissen nicht, was morgen geschieht. Ein weiterer Tag kann alles verändern und uns der Erfüllung unseres Traumes einen großen Schritt näher bringen.

7. „Ich vermeide einfach die Dinge, die ich nicht kann!“

Das ist auch so eine Überlebensstrategie unseres Verstandes, ja, sogar unseres ganzen Körpers. Wenn wir etwas nicht können, so beweisen wir uns gerne, dass wir genau diese Dinge einfach nicht brauchen und dass sich der Aufwand eh nicht lohnen würde.
Leider sind es genau diese Herausforderungen, denen die größte Belohnung innewohnt.
Warum? Wer seine Prokrastination, also die sog. Aufschieberitis oder Fertigstellungsvermeidung, bewältigt, der erntet in der Regel ein erweitertes Bewusstsein über seine eigenen Grenzen und Fähigkeiten. Ein tiefes Gefühl der Befriedigung stellt sich nach Abarbeitung der lästigen Aufgaben ein und lädt die eigene Persönlichkeit mit Glücksgefühlen und Selbstvertrauen neu auf.
Und wer mag das nicht spüren wollen?
Ich glaube die Weisheit „Wenn Du nicht kannst, dann musst Du!“ passt hier optimal hin.

8. „Ich werde erst dann entscheiden, wenn ich mit Sicherheit weiß, was zu tun ist!“

Das Überdenken jeder noch so kleinen Entscheidung wird jedes Vorankommen zunichtemachen. Das Abwägung der Risiken, die Analyse der Möglichkeiten und das Schmieden eines Planes sind wichtig. Aber es wird nichts geschehen, bis notwendige Entscheidungen getroffen und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden.
Nur selten brauchen wir tatsächlich die perfekte Informationslage, wenn Entscheidungen zu treffen sind. Und was, wenn wir wirklich falsche Entscheidungen treffen? Das Scheitern ist nicht das Ende der Welt und nur selten geht es um die eigene Lebensqualität schmälernde Konsequenzen.
Der große Vordenker Napoleon Hill schreibt: "Jedes Unglück, jedes Versagen, jede Kummer trägt auch den Samen eines gleichwertigen oder höheren Nutzens in sich."
Tappen wir nicht in die Falle, absolut alles bis aufs Letzte zu prüfen, bevor eine Entscheidung zu treffen ist.

Photo von Uwe Herrmann - http://www.flickr.com/photos/uwehermann

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Mon, 16 Jan 2012 07:32:00 -0800 Enttäusche Dich selbst! 4/4 http://lautdenker.posterous.com/94458812 http://lautdenker.posterous.com/94458812

Smoke

9. „Ich weiß, ich sollte nicht, aber …“

Unser rationaler Verstand ist erstklassig darin, die Auswirkungen unserer schlechten Gewohnheiten mit fadenscheinigen Ausreden zu verschleiern. Ohne dieses „ABER“ wäre der Kampf mit dem eigenen Wertesystem ob der eigenen Inkonsequenz unerträglich. 

Nur kann eine solche Lebenseinstellung auch zu gesundheitlichen Problemen führen. Wer hat nicht schon einmal jemanden sagen hören: "Ich weiß, ich sollte nicht rauchen, aber es hilft mir mein Gewicht zu halten."
Oder wie wäre es mit: "Ich weiß, ich sollte das nicht essen, aber das Leben ist einfach nicht lebenswert, wenn ich nicht mehr genießen darf."
Die aus solchen Lebenseinstellungen resultierenden gesundheitlichen Probleme wie z.B. Krebs, Herzkrankheiten oder Diabetes werden das persönliche Lebensglück garantiert herausfordern.  

10. „Träume erfüllen sich nur für diejenigen, die Glück im Leben haben!“

Thomas Jefferson sagte: "Ich bin ein großer Anhänger des Glücks, und ich finde, je härter ich arbeite, desto mehr habe ich davon."
Unser Verstand wird uns gerne annehmen lassen, wir wären Geißeln des Schicksals oder Opfer der Umstände. Er führt uns manchmal zu der Annahme, dass nur wenig Gutes je mit uns geschehen ist, im Vergleich zu den Lebensumständen anderer Menschen.
Was unser Gehirn als das „Glück der Anderen“ deklariert und uns weniger glücklich aussehen lässt, ist in der Regel aber das Ergebnis jahrelanger Übung, harter Arbeit oder Vorbereitung und wir bekommen zum Zeitpunkt X nur das  Endergebnis dieser Bemühungen zu Gesicht.
Verfolgen wir also unseren Traum mit ganzem Herzen und erarbeiten wir uns unser Stück vom Glück. Es kommt der Tag, an dem Andere unseren Weg kreuzen und uns vielleicht darauf hinweisen, wie gut es uns geht.

11. „Ich könnte das niemals tun, weil … !“

„Ich werde das nicht mehr lernen, weil ich dafür zu alt bin.“ oder „Ich könnte niemals das Geld aufbringen, um ...“
Jeder von uns hat wohl etwas, wofür er „zu X“ ist, was er „niemals“ oder „immer“ tun würde. Doch das was hier aus uns spricht sind sog. Generalisierungen. Es sind Überzeugungen, die wir oft unbemerkt entwickelt haben und mit uns herumtragen. Vergangene Einzelerlebnisse werden zu immer gültigen General- oder Schlüsselerlebnissen hochgerechnet und auf zukünftige Ereignisse projiziert.
Das Dilemma: Oft haben wir nur unzureichende „Beweise“, welche diese Glaubenssätze rechtfertigen würden, und dennoch sind hier sind neurobiologische Prozesse am Werk, die nicht einfach so wegargumentiert werden könnte.
Das Fatale daran ist, das diese Generalisierungen uns wie einen Hund an der Leine führen. Wie Bleigewichte an den Beinen hängend, hindern sie uns daran, richtig Fahrt aufzunehmen.
Denn wir können sehr wohl noch im hohen Alter z.B. Sprachen lernen, uns Stück für Stück die „nötige Million“ zusammensammeln oder uns so verhalten, wie wir es eigentlich wollen, auch wenn wir dabei einigen Menschen vor den Kopf stoßen würden. Wir könnten es tun, nur wollen wir es nicht, weil uns der Aufwand zu groß ist oder die sonstigen Konsequenzen zu unüberschaubar sind.
Henry Ford sagte: Ob Du denkst, dass Du es kannst, oder ob Du denkst, dass Du es nicht kannst, in beiden Fällen hast Du recht.“  

Egal wie viele Punkte auf dieser Liste auch immer die eigene, innere Glocke läuten lassen, wir können uns jeden Tag auf ein Neues entscheiden. Durch die Kenntnis dieser inneren Prozesse haben wir es in der Hand, uns neu einzustellen und wieder selbst zu bestimmen, wie wir denken und fühlen wollen.

Viel Erfolg uns allen.

Photo von Ferran - http://www.flickr.com/photos/ferran-jorda

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Fri, 30 Dec 2011 04:56:00 -0800 Der beste Bogenschütze der Welt, ohne Arme! http://lautdenker.posterous.com/der-beste-bogenschutze-der-welt-ohne-arme http://lautdenker.posterous.com/der-beste-bogenschutze-der-welt-ohne-arme

1a_img_0032

Mark Stutzman (28) will der beste Bogenschütze der Welt werden. Allerdings wurde er ohne Arme geboren, was ihn aber nicht daran hindert, seinen Traum weiter zu verfolgen.

Mark ist Teil des USA Paralympic Teams für 2012 und seine Adoptiveltern haben ihm bereits als Kleinkind die Philosophie Gib niemals auf und akzeptiere ein `Nein` nicht als Antwort eingehämmert.

Die beiden Videos zeigen in beeindruckender Weise, was mit Übung, der richtigen Einstellung und Willenskraft alles möglich ist.

Ich wünsche Mark viel Erfolg.

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Tue, 20 Dec 2011 05:24:00 -0800 Die Zeitmaschine: Fehlerkorrektur in 1987 http://lautdenker.posterous.com/87496547 http://lautdenker.posterous.com/87496547

Timemachine

... aus der Kategorie: Dinge, von denen ich mir wünsche, das sie mir jemand mit 18 Jahren schon eingehämmert hätte!

Jaja, sie können es nicht mehr hören, ich weiß: „Durch Fehler lernen wir die wichtigsten Lektionen unseres Lebens.“
Doch auch wenn wir diesem Gedankengut eine gewisse Wahrheit unterstellen, warum fällt es uns so schwer, Fehler auch tatsäclich als Lernchance zu empfinden?
Der wohl größte Fehler den wir machen können, ist einfach nichts zu tun, weil wir zu viel Angst haben, einen Fehler zu machen. Verrückt!
Noch verrückter ist es, wenn ein solcher „Fehler“ uns noch nicht einmal von unserer Umwelt zugeschrieben wird, sondern wir selbst uns eines vermeintlichen Fehltrittes wegen geißeln.

Und, das darf ich hier verraten, im Hinauszögern bin ich manchmal ziemlich gut.
Zum Beispiel bei einem Online-Kauf. Stundenlang vergleiche ich Preise für Artikel auf verschiedensten Webseiten, und wenn ich dann das günstigste Preisleistungsverhältnis gefunden habe, unterziehe ich den Anbieter erst einmal einer kritischen Glaubwürdigkeitsanalyse. Erst dann … - warte ich noch einen Tag, bevor ich mein hart verdientes Geld dem Händler meines Misstrauens in den Online-Rachen werfe.

Ich glaube wir zögern oftmals, weil wir an uns selbst zweifeln. Wir antizipieren das am wahrscheinlichsten eintretende Szenario, aufgrund der uns vorliegenden Fakten und müssen einfach der unterbewussten Botschaft unserer natürlichen Existenz folgen:

„Sei verdammt nochmal effektiv bei dem, was Du tust! Wenn Du nicht effektiv bist, also viele Entscheidungen triffst, die nicht zu dem von dir erwarteten Ergebnis führen, so ist Dir dein frühes, natürliches Ableben gegönnt.“

Auch wenn es gegen unsere gefühlte Natur scheint, so geht es im Leben selten darum, auf eine Chance zu warten, sondern eine Chance zu nutzen. Wir werden niemals 100% sicher sein können, dass etwas so funktioniert, wie wir es planen. Niemals!
Das wissen wir sogar, also versuchen wir an die 100% so nah wie nur möglich heranzureichen … - und verpassen manchmal genau damit die zeitlich begrenzten Chancenfenster, die uns ein frühes Handeln hätten öffnen können.

Doch das ganze Dilemma speist sich von zwei Seiten.

  1. Wir können nicht sicher sein, dass etwas zu 100% funktioniert, wenn wir es tun.
  2. Aber wir können uns zu 100% sicher sein, dass etwas nicht zu tun, zu 100% funktioniert.

Oh, süßer Kopfschmerz ...
Das ist die so verlockende Wahl. Und genau das wissen all jene, die uns mit großen Versprechen und Rabattpostern gekonnt ködern, und damit ihre Angebote so gestalten, dass unsere natürliche Vorsicht ausgehebelt wird. Ansonsten würden wir einige dieser Waren NIEMALS kaufen. Im Leben nicht!
Das wissen die …

„Oorrrr! Wenn ich da jetzt nicht zuschlage, dann ärgere ich mich hinterher über den Fehler, nicht rechtzeitig …“

Sie wissen schon. Das ist dann die Anti-Zögern-Strategie, um hinterher nicht das Gefühl haben zu müssen, wiedermal (!) eine gute Chance ausgeschlagen zu haben, während unsere Nachbarn um uns herumtänzeln und in der Verblendung eigener Überlegenheit hämisch grinsend „Ich hab ein Schnäppchen gemacht und Du nihiiicht!“ singen.
Verdammte Nachbarn!

Ein Plan muss her:

  • Zeitmaschine auf ebay ersteigern
  • Ins Jahr 1987 reisen
  • Mein 18 Jahre altes Ich aufsuchen
  • Ihn/Mich am Kragen packen, kräftig schütteln und die Botschaft „Du wirst viele, viele, viele Fehler machen. Also freue Dich darauf!“ verklickern.
  • Zurück reisen
  • Warten was passiert ...

Photo von phishtitz - http://www.flickr.com/photos/8889096@N05/

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Tue, 20 Dec 2011 02:50:00 -0800 Wachstum im Angesicht des Todes 1/5 http://lautdenker.posterous.com/1-ich-wunschte-ich-haette-den-mut-gehabt-ein http://lautdenker.posterous.com/1-ich-wunschte-ich-haette-den-mut-gehabt-ein

Treppe

In den letzten sechs Monaten sind in meinem Kunden- und Freundeskreis einige mir wichtige Menschen verstorben. Einige hatten nur wenige Wochen, um sich auf ihren bevorstehenden Tod einzustellen. Andere sind nach längerer Krankheit eines Tages einfach nicht mehr aufgewacht und haben „die Plätze getauscht“, wie es einer dieser mir so wichtigen Menschen nannte.

Ich hatte das Glück, mit vielen von ihnen vor ihrem Ableben noch einige sehr bewegende Gespräche zu führen, die auch meine Lebenseinstellung (wiedermal) neu beleuchten.

Seit Wochen suche ich nun nach einer Quintessenz aus diesen Erfahrungen und Eindrücken. Bei meinen Recherchen zu dem Thema, traf ich auch auf die Geschichten der Palliativpflegerin Bronnie Ware, die ziemlich gut das spiegeln, was mich heute bewegt und wahrscheinlich in den Köpfen und Herzen der Sterbenden vorging.

Es beginnt mit einer ganz einfachen Zusammenfassung: Menschen wachsen besonders dann, wenn sie mit ihrer eigenen Sterblichkeit konfrontiert sind.

Einige Veränderungen sind phänomenal. Oft ist es eine Mischung aus Emotionen wie Verleugnung, Angst, Wut, Reue, noch mehr Verleugnung ... - und schließlich dann doch Akzeptanz.

Menschen wissen plötzlich sehr wohl, was sie anders hätten machen wollen, wenn ihnen die Frage danach gestellt wird. Einige Einsichten tauchten in den Gesprächen immer wieder auf.

1. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu führen, und nicht das, welches andere von mir erwarten.

Dies ist das häufigste Bedauern. Wenn Menschen erkennen, dass ihr Leben fast vorbei ist und Rückschau halten, erkennen sie, wie viele Träume unerfüllt bleiben. Die meisten Menschen haben noch nicht einmal die Hälfte ihrer Träume erfüllt gesehen und sterben mit der Erkenntnis, dass Sie selbst dafür verantwortlich sind, aufgrund der Entscheidungen die sie getroffen oder eben nicht getroffen haben.

Von diesem Moment an resignieren sie entweder völlig oder aber sie fangen an, mit aller Kraft noch das letzte Quäntchen Leben aus der verbleibenden Zeit zu quetschen. Leider fehlt ihnen aber genau dafür dann die nötige Kraft, da sie Ihre Gesundheit bereits verloren haben.

Gesundheit bringt eine Freiheit, die nur wenige realisieren, bis sie diese nicht mehr haben.

Original-Photo von me_maya - http://www.flickr.com/photos/me_maya/

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Sun, 18 Dec 2011 15:03:00 -0800 Wachstum im Angesicht des Todes 2/5 http://lautdenker.posterous.com/2-ich-wunschte-ich-hatte-nicht-so-viel-gearbe http://lautdenker.posterous.com/2-ich-wunschte-ich-hatte-nicht-so-viel-gearbe

Work

2. Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet.

Es sind meistens Männer, die so ihr Resümee ziehen. Sie haben ihre Jugend zu früh aufgegeben und nicht ausreichend Zeit mit ihrem Lebenspartner verbracht, so die Besinnung.

Sie bedauern, so viel Zeit in ihre Karriere investiert zu haben und so wenig in die Dinge, die Sie geistig und emotional hätten bereichern können.

Sie wünschen, sie hätten ein einfacheres Leben geführt, ohne die Hast nach dem nächsten Euro, um das so wertvolle Leben abzusichern, bevor es vorbei ist.

Sie sprechen von der Bedürfnis nach „mehr Eigenraum“ in ihrem Leben, den sie vielleicht eher durch ein „entrümpeln“ des eigenen Lebensstils hätten erreichen können, als durch ein stetiges hinzufügen neuer „Dinge“ im eigenen Wohlstandscontainer.

Mehr Möglichkeiten sind es, die sie sich wünschen. Einige erkennen, dass genau diese Möglichkeiten alle irgendwie präsent waren, sie diese nur einfach nicht erkannt haben, da ihnen der Blick durch eine ungünstige, aber selbstgewählte Betrachtungsweise und -position verbaut war.

Alles, was vorher so wichtig schien, verliert plötzlich an Gewicht. Und vieles wird dadurch leichter …

Original-Photo von John P. - http://www.flickr.com/photos/23565432@N05/

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Sun, 18 Dec 2011 14:59:00 -0800 Wachstum im Angesicht des Todes 3/5 http://lautdenker.posterous.com/3-ich-wunschte-ich-hatte-den-mut-gehabt-ofter http://lautdenker.posterous.com/3-ich-wunschte-ich-hatte-den-mut-gehabt-ofter

Speak
3. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, öfter meine Gefühle auszudrücken.

Viele Menschen unterdrücken ihre Gefühle, um den „Frieden“ mit den anderen zu erhalten. Es ist die Sorge um die Reaktionen der anderen, die Angst vor einer Ausgrenzung aus dem gewohnten sozialen Umfeld, wenn sie sich offenbaren und ggf. mit ihren Gefühlen und Bedürfnissen nicht der „Norm“ entsprechen.

Als Folge führen sie eine, wie sie selbst es nennen, mittelmäßige Existenz und werden dadurch nicht wirklich die maximale Persönlichkeit, die sie hätten werden können. Im Gegenteil. Viele entwickeln Krankheiten, die ihre Ursache auch in der eigenen Unzufriedenheit und tief verwurzelten Bitterkeit haben.

Eines ist klar: Wenn wir anfangen offener mit unseren Wünschen, Erwartungen und Bedürfnissen umzugehen, so stoßen wir vielleicht einigen Menschen vor den Kopf. Doch zugleich treten wir in einen klärenden Dialog mit uns selbst und erleben unsere Umwelt im Umgang mit unserem wahren Ich. Und diese Erkenntnisse sind vielleicht die Grundlage für einige Entscheidungen, die längst überfällig sein könnten.

Original-Photo von kevin dooley - http://www.flickr.com/photos/pagedooley/

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Sun, 18 Dec 2011 14:46:00 -0800 Wachstum im Angesicht des Todes 4/5 http://lautdenker.posterous.com/4-ich-wunschte-ich-hatte-den-kontakt-zu-meine http://lautdenker.posterous.com/4-ich-wunschte-ich-hatte-den-kontakt-zu-meine

Freunde
4. Ich wünschte, ich hätte den Kontakt zu meinen Freunden stärker gepflegt.

Oft erkennen wir den tiefen Nutzen nicht, der aus einer Beziehung mit alten Freunden entspringt. Erst wenn das eigene Sterben greifbar ist, wird uns das wirklich klar. Nur verbleiben eben dann oft nur Wochen oder manchmal Tage, um den Kontakt wieder zu aktivieren und aufleben zu lassen.

Viele der von mir erwähnten Menschen waren so sehr in ihrem jetzigen Geschehen gefangen, das sie nicht die Zeit und Anstrengungen investierten, um diese Beziehungen zu pflegen und am Laufen zu halten.Oft ist ganz einfach die Notwendigkeit im Hier und Jetzt nicht erkennbar und andere Dinge haben ganz einfach Vorrang.

Aber wenn wir mit unserem nahen Tod konfrontiert sind, fallen die physischen Details des Lebens und die bisherige Lebensroutine in die Bedeutungslosigkeit. Das ist der Moment, wenn die Sehnsucht nach geistiger, psychischer, emotionaler Geborgenheit und Klarheit an fast ausschließlicher Übermacht gewinnt.

Auch wollen die Betroffenen ihre Angelegenheiten in Ordnung bringen, insofern dies noch möglich ist. Es sind nicht Geld oder Status, welche die wahre Bedeutung für sie haben. Sie wollen einfach ihre gefühlten oder tatsächlichen Verpflichtungen in Ordnung bringen, und das zum Nutzen derer, die sie lieben. In der Regel sind sie aber zu krank und zu müde, um diese Aufgabe zu bewältigen.

Und so ist am Ende des eigenen Weges wieder alles auf Liebe und Beziehungen reduziert. Das ist alles, was in den letzten Wochen wohl bleibt: Liebe und Beziehungen.

Photo von Yannic Meyer - http://www.flickr.com/photos/yannic/

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Sun, 18 Dec 2011 13:54:00 -0800 Wachstum im Angesicht des Todes 5/5 http://lautdenker.posterous.com/5-ich-wunschte-ich-hatte-mich-selbst-glucklic http://lautdenker.posterous.com/5-ich-wunschte-ich-hatte-mich-selbst-glucklic

Cheeeese

5. Ich wünschte, ich hätte mich selbst glücklicher sein lassen.

Dieser Wunsch ist vielleicht die wahre Quintessenz in der Rückschau auf das eigene Dasein. Viele wussten bis zum Ende ihres Lebens nicht, dass Glück eine Wahl ist. Sie steckten in alten Mustern, Gewohnheiten und Denkweisen. Der sogenannte Komfort von Vertrautheit und Bequemlichkeit überflutete ihre Gefühle, ihre Gedanken sowie ihr physisches Leben.

Angst vor Veränderung war eher etwas, das die anderen hatten. Sie selbst könnten sich jederzeit verändern, wenn sie es wollten … So der ehemals gültige Kanon.

Aber sie wollten wohl nicht, obwohl tief in ihnen der Wunsch zu lachen und albern zu sein, wieder mehr zu spielen, spürbar lebte. Ganz so, wie sie es aus Kindheits- und Jugendtagen noch in Erinnerung hatten.

Wenn wir auf dem Sterbebett liegen, dann scheint das, was andere von dir denken, so weit entfernt und unwichtig zu sein. Wie wunderbar wäre es, wenn wir es schaffen könnten, genau das loszulassen, was uns einschränkt und wieder mehr zu lachen, lange bevor wir sterben.

Das Leben ist eine Wahl.
Es ist dein Leben.
Wähle es bewusst.
Wähle mit Bedacht.
Prüfe den Umgang und das Ehrlichsein mit deinem wahren Ich.
Wähle ein Stück der frühen Erkenntnis ...
... und vom frühen Glück.

Photo von adesigna - http://www.flickr.com/photos/adesigna/

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Sun, 04 Dec 2011 17:32:00 -0800 Follow your dream ... http://lautdenker.posterous.com/follow-your-dream http://lautdenker.posterous.com/follow-your-dream

Just-schumacher-and-vettel-1994

Schumacher & Vettel 1994.

Ansonsten ohne Worte!

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Tue, 08 Nov 2011 16:29:00 -0800 Wecken Sie Ihren kreativen Tiger: Baustein 1 http://lautdenker.posterous.com/wecken-sie-ihren-kreativen-tiger-baustein-1 http://lautdenker.posterous.com/wecken-sie-ihren-kreativen-tiger-baustein-1

Tiger_smile

Der ewige Mythos "kreatives Denken"

Würden Sie gerne innovativer sein, die Kreativität in Ihrem Unternehmen steigern, das Beste in Ihren Mitarbeitern wecken?
Wie wär’s, wenn Sie durch ungewohnte Handlungen zu ebenso ungewöhnlichen, „kreativen“ Ideen oder Problemlösungswegen gelangen?
Würde Sie das interessieren?

Ich denke, dass die meisten von Ihnen mit "Ja." antworten.

Wie oft haben Sie schon "Rotz und Wasser" geschwitzt, um mal mit einer wirklich innovativen Idee Ihr eigenes Leben und das der Anderen so richtig in Fahrt zu bringen, um dann doch mit leeren Händen und schwerem Kopf vor dem Spiegel zu stehen. während Sie Ihrem frustrierten Spiegelbild die magische Frage "Warum fällt mir nur nix ein?" ins bleiche Antlitz hauchen?

Wie bei vielen Dingen im Leben, sitzt man fest entschlossen da und "zwingt" sich, JETZT kreativ zu sein. In der Regel hat genau das dann gegenteilige Ergebnisse zur Folge und die eigendynamische Entwicklung von Ideen kommt zum Stillstand.

Aber ich schreib mir hier ja nicht die Finger wund, um Ihnen etwas zu mitzuteilen, das Sie schon wissen. Denn die gute Nachricht ist, dass es Möglichkeiten gibt, Ihren kreativen Geist so zu trainieren, wie Sie auch Ihren Körper in Form bringen können, um z.B. einen Marathon zu meistern.

Alles was ich nachfolgend beschreibe, habe ich selbst erfolgreich ausprobiert und in mein Leben integriert.
Hier sind 5 „Trainingsmethoden“, die Sie unbedingt mal versuchen sollten.

1. Meditation

Während einige Menschen die Meditation in die religiöse Ecke stellen, gibt es andere, die hier Kraft aus dem eigenen Sein und der Resonanz mit sich selbst und der Umwelt schöpfen.

Der Wert der Meditation für die Steigerung des kreativen Potenzials ist, dass sie hilft, der ständigen Flut von externen und internen Reizen effektiv entgegenzuwirken.

Externe Einflüsse sind dabei meist einfacher zu regulieren, als die internen. Wenn’s draußen zu laut ist, dann können Sie die Tür schließen, den Platz wechseln oder sich den MP3-Player auf die Ohren geben. Mit den inneren Einflüssen ist das meist nicht so leicht. Da können Sie zwar auch die Lokation wechseln, wenn Ihnen Ihre innere Stimme immer wieder dazwischen quatscht, nur nehmen Sie diese Stimme eben auch genau dorthin mit, wo auch immer Sie Zuflucht davor suchen.

Meditation auch bei der Minderung von Stress, welcher der größte Blockadefaktor für Kreativität ist. Nur 15 Minuten am Tag reichen, um den kreativen Geist in Ihnen wieder zu erwecken.

Nehmen Sie sich anfangs sieben Tage lang jeden Tag 15 Minuten persönliche Zeit der Entspannung. ohne dringende Aktennotizen, brisante Fernsehsendungen mit Nachrichten über die Schlechtigkeit der Welt, ohne Smartphone, Internetshopping oder sonstiges Tastengeklapper.

Fünfzehn Minuten absolute Ruhe.
Mit Visualisierungen und imaginären Klängen Ihrer Wahl.
Nur für Sie allein.

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Tue, 08 Nov 2011 16:28:00 -0800 Wecken Sie Ihren kreativen Tiger: Baustein 2 http://lautdenker.posterous.com/wecken-sie-ihren-kreativen-tiger-baustein-2 http://lautdenker.posterous.com/wecken-sie-ihren-kreativen-tiger-baustein-2

Journal

2. "Journaling"

Die eigenen spontanen Gedankengänge in einem kleinen Buch festzuhalten, welches Sie immer bei sich tragen, ist ein weiterer Weg um in Kontakt mit seinen unterbewussten Ressourcen zu kommen.

Diese Art der Ideensammlung ist nicht wie ein Tagebuch zu verstehen. Vielmehr ist es so wie in den amerikanischen Filmen, wo sich die Reporter irgendwas in Notizbuch krickeln, um ein Zitat, einen Gedanken oder die nackten Fakten festzuhalten. 

In Ihrem Fall bedeutet es, frei fließend zu schreiben. Gerne auch (vermeintlich) zusammenhangslos. Es funktioniert am besten, wenn sie z.B. schon am Frühstückstisch damit anfangen. Halten sie das Erste was Ihnen am Morgen (bevor Sie zur Arbeit starten, den Tag planen oder sich sonstige Gedanken über seinen hochkomplexen Ablauf machen) Stichwortartig fest.

Kommen Ihnen keine Worte in den Sinn, dann zeichnen Sie Figuren, Linien, Konstrukte Ihrer Wahl. Bewerten Sie nicht vorzeitig diesen (vermeintlich) zusammenhanglosen Kram, den Sie da zusammenkrackeln. Die Bedeutung kommt vielleicht erst Stunden, Tage, Wochen oder Monate später, wenn Ihnen plötzlich wieder einfällt, das im Lichte neuer Ereignisse da ja schon irgendwas Seltsames in Ihrem „Journal“ ein bisher belangloses Dasein fristet.

Die Journalerstellung darf" mit Stift auf Papier, also nicht auf dem Computer durchgeführt werden. Sie wissen ja, sobald Sie Ihren Computer einschalten, werden Sie auf magische Weise in Ihre E-Mail-Korrespondenz gesaugt und ZACK … - da hat Sie der reglementierte Alltag schon wieder am Schlafittchen. So dürfte es dann nur unnötig schwer werden, mit dem „mal was anderes denken und entdecken“.

Photo von joelmontes - http://www.flickr.com/photos/joelmontes/

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Tue, 08 Nov 2011 16:28:00 -0800 Wecken Sie Ihren kreativen Tiger: Baustein 3 http://lautdenker.posterous.com/wecken-sie-ihren-kreativen-tiger-baustein-3 http://lautdenker.posterous.com/wecken-sie-ihren-kreativen-tiger-baustein-3

Doodle

3. Kritzeln 

Kritzeln Sie. Ähnlich wie beim "Journaling", mit dem zusätzlichen Vorteil, dass Sie es jederzeit und überall tun können. Formulieren Sie vorab die Aufgabe, die Ihnen neue Perspektiven abverlangt, möglichst konkret. Vermeiden Sie Allgemeinplätze, wie

  • „Ich brauch da ne Lösung“ oder 
  • „Mir muss da etwas Neues einfallen“. 

Die gezielte Frage- bzw. Aufgabeformulierung erhöht die Wahrscheinlichkeit der kreativen Ausbeute erheblich. Formulieren Sie möglichst genau, z.B.

  • „Ich bin auf der Suche nach einer ungewöhnlichen Herangehensweise, für die Verschaltung von X“ oder
  • „Wenn ich einen mir noch unbekannten Baustein finde, dann kann ich X neu anordnen“. 

Dann kritzeln Sie los. Hängen Sie Ihren Gedanken nach und lassen Sie Ihrer zeichnenden Hand einfach freien Lauf. Das nächste Mal wenn Sie wieder in einer langen Telefonkonferenz stecken und einfach „nicht dran“ sind, in einer Besprechung oder beim Warten in der Empfangshalle des neuen Kunden … - schnappen Sie sich einen Stift und Papier und starten Sie Ihre Kritzeleien.

Da dieses Kritzeln eine „Rechtshirn“-Aktivität ist (die Gehirnhälfte, die den Großteil Ihrer linken Körperhälfte steuert),  bringt es Sie in Kontakt mit der kreativen Seite Ihres Geistes. Diese Kritzeleien können Ideen entfesseln, schon während Sie den Stift krakelig über das blanke Papier huschen lassen. Oder Sie schauen ihre Zeichnungen später noch einmal an und sehen, ob diese Sie zu einer neuen Sichtweise zur Lösung für Ihre konkret formulierte Aufgabe führen. 

Photo von Inha Leex Hale - http://www.flickr.com/photos/sixmilliondollardan/

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Tue, 08 Nov 2011 16:27:00 -0800 Wecken Sie Ihren kreativen Tiger: Baustein 4 http://lautdenker.posterous.com/wecken-sie-den-kreativen-tiger-durch http://lautdenker.posterous.com/wecken-sie-den-kreativen-tiger-durch

Surprise

4. Inkubation

Haben Sie jemals die Erfahrung gemacht, dass Sie mit einem Problem kämpfen, nicht weiter kommen und Stunden später haben Sie diese blitzartige Eingebung unter der Dusche, eine mögliche Lösung? Dieses Phänomen nennt sich Inkubation.

Denken sie sich für längere Zeit tief und konzentriert in eine Sache rein, auch wenn Sie ahnen, dass Ihnen alle Fakten bereits bekannt sind und Sie alles schon 20 mal durchdacht haben. Nehmen Sie sich noch einmal ohne Ablenkung den ganzen Problembatzen zur Brust, und lassen Sie sich noch einmal so richtig zur Verzweiflung bringen. Dann ziehen Sie für 48 Stunden einen Schlussstrich unter die Sache. Ziehen Sie den mentalen Stecker. 

Gehen Sie lecker essen in Ihrem Lieblingsrestaurant, schauen Sie sich Ihre Lieblingsserie im Fernsehen oder Internet an, gehen Sie ins Fußballstadion mit Ihren Freunden oder zum Riemchensandalen- shopping mit Ihren Freundinnen in die City. Kurz gesagt, lassen Sie die Kuh fliegen und gehen Sie Ihren Lieblingsbeschäftigungen nach. Bestenfalls tun Sie etwas, was Sie schon immer mal machen wollten, sich aber bisher (aus weiß der Geier was für Gründen) untersagt haben. Tun Sie genau das, von dem Sie wissen, dass es Ihnen den Draht verbiegt vor Freude.

Das Mindeste was Ihnen geschehen wird, ist, dass Sie eine verdammte Menge 48-Stunden-Spass haben. Sehr wahrscheinlich aber werden Sie zusätzlich belohnt werden. Seien Sie dann ruhig überrascht, wenn Ihnen ganz plötzlich der Atem stockt, weil Ihnen eine so skandalös andere, wahrlich kreative Möglichkeit in den Sinn schießt, die Sie „Heureka, ich hab’s!“ rufen lässt.

Photo von jessekruger - http://www.flickr.com/photos/jessekruger/

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Tue, 08 Nov 2011 15:43:00 -0800 Wecken Sie Ihren kreativen Tiger: Baustein 5 http://lautdenker.posterous.com/wecken-sie-den-kreativen-tiger http://lautdenker.posterous.com/wecken-sie-den-kreativen-tiger

Traum

5. Träume

Schlafen ist ne feine Erfindung. Wer auch immer dafür Verantwortlich ist, wusste was er da tut. Ich entdecke viele meiner Ideen im Schlaf. Einige fantastische Eingebungen habe mir von meinem Unterbewussten zuschustern lassen, währen mein bewusster Verstand sich eine nächtliche Auszeit genommen hat.

Die Harvard-Psychologin Deirdre Barret führte Studien durch, die eindeutig belegen, dass Träume uns bei der Problemlösung helfen können. Halten Sie Ihre erwünschte Eingebung, die Problemstellung möglichst konkret (das isses wieder, das „K“-Wort) auf einem Stück Papier fest, welches Sie sich im Bett kurz von dem Augenzufallen noch einmal anschauen. Halten Sie Stift und Papier in Armlänge parat, so dass Sie bei einem evtl. nächtlichen Erwachen ohne große Verzögerung etwas aufschreiben können. In diesem Fall notieren Sie schnell Ihre Erinnerungen, Ihren Trauminhalt, bevor diese verblassen.

Träume sind oft unlogisch, so dass es ggf. einiger Interpretationsarbeit bedarf, bevor Sie die Botschaft an sich durchschauen. So kann es sein, dass z.B. der im Traum aufgetauchte „verrückte Clown“, der Ihr Fahrrad verspeisen wollte, Ihren größten Kunden repräsentiert, den Sie bisher einfach in Ihrer Problemlösungssuche übersehen haben. Dann beginnt Ihr bewusster Verstand diese losen Wissensfäden zu einer manchmal unglaublich genialen Lösungsmöglichkeit zu verweben, auf die Sie im wachen Zustand alleine niemals gekommen wären.

Ich will Sie ermutigen diese vielleicht seltsam erscheinenden Methoden wirklich auszuprobieren, sie anzuwenden. Regelmäßig. Lassen Sie sich auf dieses kleine Trainingsprogramm ein und lassen Sie sich verblüffen.

Und wenn es einmal nicht sofort den gewünschten Erfolg haben sollte (was ich nicht glaube, da ich in meinem täglichen Job als Trainer und Coach immer wieder die entsprechenden Erfolgsgeschichten ernten darf), dann bleiben Sie einfach dran und lassen Sie nicht sofort wieder locker.

Es wird den gewünschten Erfolg mit sich bringen.

Seien Sie ausdauernd.

Photo von muecke36 - http://www.flickr.com/photos/muecke36/

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Tue, 08 Nov 2011 07:51:00 -0800 Stressregulierung durch virtuelle "Taste 42" http://lautdenker.posterous.com/stressregulierung-durch-gedankenanpassung http://lautdenker.posterous.com/stressregulierung-durch-gedankenanpassung

Stop

Es gibt reichlich Forschungen die beweisen, dass Ihr Gehirn auch nicht den Unterschied zwischen einer realen und imaginären Bedrohung erkennt. Die physische, körperliche Reaktion ist identisch. Wer ist nicht schon einmal bei einer gruseligen Szene im Fernsehen zusammengezuckt, als der kettensägende Massenmörder plötzlich aus der Deckung springt und sein armes Opfer in 34 gleichgroße, blutige Stücke aufteilt?

Wer schon mal eine Panikattacke miterlebt hat weiß was gemeint ist. Der Körper bereitet sich auf eine Gefahr vor, obwohl diese real nicht existiert. Allein die Vorstellung von einem möglichen „Horrorszenario“ reicht aus, um deutliche körperliche Auswirkungen zu haben.

Sollten Sie einmal in eine ungewünschte Panikattacke geraten, empfehle ich die „Taste 42“-Methode.

  • Stellen Sie sich vor, Sie hätten eine rote Taste genau in der Mitte Ihrer linken Handfläche.
  • Stellen Sie sich vor, dass diese Taste, wenn sie gedrückt wird, ein Signal an Ihr Gehirn sendet, welches Ihr ängstliches Denken zu stoppen vermag.
  • Visualisieren Sie, wie dieses Signal aussieht, ob es eine Farbe hat und vielleicht sogar einen ganz eigenen Klang.
  • Drücken Sie diese Taste mit der rechten Hand, während Sie sich auf Ihre Atemfrequenz konzentrieren.
  • Nehmen Sie mindestens drei tiefe, langsame Atemzüge und zählen Sie von einer beliebigen Zahl (z.B. „42“) runter, soweit wie Sie es brauchen.
  • Geben Sie jeder genannten Zahl eine eigene Farbe und betrachten Sie Ihre Form.
  • Erkennen Sie, wie Sie sich mit jedem Atemzug immer mehr entspannen.

Diese Intervention hat deswegen eine so starke ausgleichende Wirkung, weil Sie Ihrem Gehirn einen Fokuswechsel aufzwingen. Ihre geistige Energie folgt nun mal der gewählten Aufmerksamkeit.
Üben Sie‘s doch mal. Sie werden überrascht sein ;-)

Photo von inoxkrow - http://www.flickr.com/photos/inoxkrow/

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Tue, 08 Nov 2011 07:48:00 -0800 "Gebrochenes Herz" oder "Gebrochenes Bein": Was schmerzt mehr? http://lautdenker.posterous.com/gebrochenes-bein-vs-gebrochenes-herz-was-schm http://lautdenker.posterous.com/gebrochenes-bein-vs-gebrochenes-herz-was-schm

Schmerz

Die Purdue Universität in den USA berichtete kürzlich über die Untersuchungsergebnisse zum Thema „soziale, emotionale und körperliche Schmerzen“. Hieraus folgt,  dass emotionaler oder durch sozialen Ausschluss ausgelöster Schmerz stärker wirken kann, als körperlicher Schmerz.

Ja, zum einen werden die gleichen Gehirnareale aktiviert, wenn eine Person eine körperliche Verletzung erfährt oder eine schmerzhafte emotionale Erfahrung macht. Das Gehirn kann hier nur bedingt zwischen physischem und emotionalen Schmerz unterscheiden.
Wichtiger scheint mir aber noch folgende Erkenntnis:

"Während beide Arten in dem Moment des Geschehens sehr weh tun können, so haben soziale/emotionale Schmerzen die Eigenschaft immer und immer wieder aufzutauchen, sich quasi selbst zu speisen. Körperlich empfundene Schmerzen hingegen verlieren im Laufe der Zeit Ihren Schrecken, auch wenn das Wissen um die ursprüngliche Stärke sehr präsent bleibt.“, sagt Dr. Kip Williams.

Und das stimmt. In unseren Köpfen erleben wir emotionale und soziale Schmerzen mit einer anderen, sich oft exponentiell entwickelnden Dynamik und steigenden Intensität im Laufe der Zeit. Diese Art von Schmerzen scheinen zu reifen, wie ein guter Wein. Nur das sie nicht wirklich „gut“ sind. Im Gegenteil. Insofern kann man behaupten, dass es neurobiologisch vergleichbare Spuren hinterlässt, wenn Sie jemandem die Knochen oder das Herz brechen.

Photo von grimsanto - http://www.flickr.com/photos/grimsanto/

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Tue, 08 Nov 2011 07:45:00 -0800 "Selbstverarschung" macht gesund http://lautdenker.posterous.com/lacheln-sie-um-ihre-stimmung-zu-verbessern http://lautdenker.posterous.com/lacheln-sie-um-ihre-stimmung-zu-verbessern

Die Gesichts-Feedback-Hypothese nimmt an, dass besonders die Mimik eines Menschen seine Emotionen repräsentiert. Auch Änderungen in der Körpersprache deuten auf unterschiedliche Gefühle hin. Beispielsweise kann Ihr eigenes Gehirn auf unbewusster Ebene nur schwer den Unterschied zwischen einem gestellten und einem echten Lächeln erkennen. Obwohl es sich um Ihr eigenes handelt.

Verblüfft? Ihr Gehirn nimmt an, dass, wenn Sie schon selbst lächeln, es dafür auch einen Grund, einen neurobiologischen Ursprung geben muss. Ein gestelltes Lächeln wird physiologisch die gleiche Glückshormonausschüttung hervorrufen, wie ein echtes Lächeln. Die Stimulation Ihrer Gesichtsmuskeln und bestimmter Nervenenden  signalisieren Ihrem Gehirn, bitte jetzt positive Gefühle zu entwickeln.

Versuchen Sie’s doch mal und „grinsen sich für mindestens eine Minute einen“, egal wie albern oder absurd Ihnen dies auch erscheint. Sie werden feststellen, dass nach ca. 30 Sekunden bereits ein Kribbeln in Ihrem Körper die Verteilung der entsprechenden Signale in Ihrem Körper ankündigt. Kurze Zeit später wird sich mindestens (!) ein echtes Schmunzeln in Ihrem Gesicht wiederfinden, wenn Sie Ihr künstlich erzeugtes, übertriebenes Lächeln wieder einstellen wollen.
Sie wissen doch: Lachen ist gesund ;-) Sie müssen es nur lange genug tun.
Erkennen Sie, wie sehr dieses Wissen Sie in die Lage versetzt, Ihren eigenen körperlichen und emotionalen Zustand zu regulieren. Versuchen Sie es das nächste Mal, wenn Sie in einer schlechten Stimmung sind: Nicht Stirnrunzeln! Lächeln! Entscheiden Sie sich bewusst, etwas anderes auszudrücken, als Sie in dem Moment empfinden. Ihr Gehirn wird der „Selbstirreführung“ nach kurzer Zeit folgen.

Teilnehmer fragen mich gerne: „Aber ist das nicht Selbstverarschung?“
Meine Antwort lautet dann: „Klar ist es das. Na und? Hauptsache es funktioniert und Sie werden wieder Herr über Ihre Gefühlslage. Das ist doch das, was wirklich zählt.“

Photo von sean-b - http://www.flickr.com/photos/sean-b/

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