"Gebrochenes Herz" oder "Gebrochenes Bein": Was schmerzt mehr?
Die Purdue Universität in den USA berichtete kürzlich über die Untersuchungsergebnisse zum Thema „soziale, emotionale und körperliche Schmerzen“. Hieraus folgt, dass emotionaler oder durch sozialen Ausschluss ausgelöster Schmerz stärker wirken kann, als körperlicher Schmerz.
Ja, zum einen werden die gleichen Gehirnareale aktiviert, wenn eine Person eine körperliche Verletzung erfährt oder eine schmerzhafte emotionale Erfahrung macht. Das Gehirn kann hier nur bedingt zwischen physischem und emotionalen Schmerz unterscheiden.
Wichtiger scheint mir aber noch folgende Erkenntnis:
"Während beide Arten in dem Moment des Geschehens sehr weh tun können, so haben soziale/emotionale Schmerzen die Eigenschaft immer und immer wieder aufzutauchen, sich quasi selbst zu speisen. Körperlich empfundene Schmerzen hingegen verlieren im Laufe der Zeit Ihren Schrecken, auch wenn das Wissen um die ursprüngliche Stärke sehr präsent bleibt.“, sagt Dr. Kip Williams.
Und das stimmt. In unseren Köpfen erleben wir emotionale und soziale Schmerzen mit einer anderen, sich oft exponentiell entwickelnden Dynamik und steigenden Intensität im Laufe der Zeit. Diese Art von Schmerzen scheinen zu reifen, wie ein guter Wein. Nur das sie nicht wirklich „gut“ sind. Im Gegenteil. Insofern kann man behaupten, dass es neurobiologisch vergleichbare Spuren hinterlässt, wenn Sie jemandem die Knochen oder das Herz brechen.
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