Der beste Bogenschütze der Welt, ohne Arme!

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Mark Stutzman (28) will der beste Bogenschütze der Welt werden. Allerdings wurde er ohne Arme geboren, was ihn aber nicht daran hindert, seinen Traum weiter zu verfolgen.

Mark ist Teil des USA Paralympic Teams für 2012 und seine Adoptiveltern haben ihm bereits als Kleinkind die Philosophie Gib niemals auf und akzeptiere ein `Nein` nicht als Antwort eingehämmert.

Die beiden Videos zeigen in beeindruckender Weise, was mit Übung, der richtigen Einstellung und Willenskraft alles möglich ist.

Ich wünsche Mark viel Erfolg.

Die Zeitmaschine: Fehlerkorrektur in 1987

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... aus der Kategorie: Dinge, von denen ich mir wünsche, das sie mir jemand mit 18 Jahren schon eingehämmert hätte!

Jaja, sie können es nicht mehr hören, ich weiß: „Durch Fehler lernen wir die wichtigsten Lektionen unseres Lebens.“
Doch auch wenn wir diesem Gedankengut eine gewisse Wahrheit unterstellen, warum fällt es uns so schwer, Fehler auch tatsäclich als Lernchance zu empfinden?
Der wohl größte Fehler den wir machen können, ist einfach nichts zu tun, weil wir zu viel Angst haben, einen Fehler zu machen. Verrückt!
Noch verrückter ist es, wenn ein solcher „Fehler“ uns noch nicht einmal von unserer Umwelt zugeschrieben wird, sondern wir selbst uns eines vermeintlichen Fehltrittes wegen geißeln.

Und, das darf ich hier verraten, im Hinauszögern bin ich manchmal ziemlich gut.
Zum Beispiel bei einem Online-Kauf. Stundenlang vergleiche ich Preise für Artikel auf verschiedensten Webseiten, und wenn ich dann das günstigste Preisleistungsverhältnis gefunden habe, unterziehe ich den Anbieter erst einmal einer kritischen Glaubwürdigkeitsanalyse. Erst dann … - warte ich noch einen Tag, bevor ich mein hart verdientes Geld dem Händler meines Misstrauens in den Online-Rachen werfe.

Ich glaube wir zögern oftmals, weil wir an uns selbst zweifeln. Wir antizipieren das am wahrscheinlichsten eintretende Szenario, aufgrund der uns vorliegenden Fakten und müssen einfach der unterbewussten Botschaft unserer natürlichen Existenz folgen:

„Sei verdammt nochmal effektiv bei dem, was Du tust! Wenn Du nicht effektiv bist, also viele Entscheidungen triffst, die nicht zu dem von dir erwarteten Ergebnis führen, so ist Dir dein frühes, natürliches Ableben gegönnt.“

Auch wenn es gegen unsere gefühlte Natur scheint, so geht es im Leben selten darum, auf eine Chance zu warten, sondern eine Chance zu nutzen. Wir werden niemals 100% sicher sein können, dass etwas so funktioniert, wie wir es planen. Niemals!
Das wissen wir sogar, also versuchen wir an die 100% so nah wie nur möglich heranzureichen … - und verpassen manchmal genau damit die zeitlich begrenzten Chancenfenster, die uns ein frühes Handeln hätten öffnen können.

Doch das ganze Dilemma speist sich von zwei Seiten.

  1. Wir können nicht sicher sein, dass etwas zu 100% funktioniert, wenn wir es tun.
  2. Aber wir können uns zu 100% sicher sein, dass etwas nicht zu tun, zu 100% funktioniert.

Oh, süßer Kopfschmerz ...
Das ist die so verlockende Wahl. Und genau das wissen all jene, die uns mit großen Versprechen und Rabattpostern gekonnt ködern, und damit ihre Angebote so gestalten, dass unsere natürliche Vorsicht ausgehebelt wird. Ansonsten würden wir einige dieser Waren NIEMALS kaufen. Im Leben nicht!
Das wissen die …

„Oorrrr! Wenn ich da jetzt nicht zuschlage, dann ärgere ich mich hinterher über den Fehler, nicht rechtzeitig …“

Sie wissen schon. Das ist dann die Anti-Zögern-Strategie, um hinterher nicht das Gefühl haben zu müssen, wiedermal (!) eine gute Chance ausgeschlagen zu haben, während unsere Nachbarn um uns herumtänzeln und in der Verblendung eigener Überlegenheit hämisch grinsend „Ich hab ein Schnäppchen gemacht und Du nihiiicht!“ singen.
Verdammte Nachbarn!

Ein Plan muss her:

  • Zeitmaschine auf ebay ersteigern
  • Ins Jahr 1987 reisen
  • Mein 18 Jahre altes Ich aufsuchen
  • Ihn/Mich am Kragen packen, kräftig schütteln und die Botschaft „Du wirst viele, viele, viele Fehler machen. Also freue Dich darauf!“ verklickern.
  • Zurück reisen
  • Warten was passiert ...

Photo von phishtitz - http://www.flickr.com/photos/8889096@N05/

Wachstum im Angesicht des Todes 1/5

Treppe

In den letzten sechs Monaten sind in meinem Kunden- und Freundeskreis einige mir wichtige Menschen verstorben. Einige hatten nur wenige Wochen, um sich auf ihren bevorstehenden Tod einzustellen. Andere sind nach längerer Krankheit eines Tages einfach nicht mehr aufgewacht und haben „die Plätze getauscht“, wie es einer dieser mir so wichtigen Menschen nannte.

Ich hatte das Glück, mit vielen von ihnen vor ihrem Ableben noch einige sehr bewegende Gespräche zu führen, die auch meine Lebenseinstellung (wiedermal) neu beleuchten.

Seit Wochen suche ich nun nach einer Quintessenz aus diesen Erfahrungen und Eindrücken. Bei meinen Recherchen zu dem Thema, traf ich auch auf die Geschichten der Palliativpflegerin Bronnie Ware, die ziemlich gut das spiegeln, was mich heute bewegt und wahrscheinlich in den Köpfen und Herzen der Sterbenden vorging.

Es beginnt mit einer ganz einfachen Zusammenfassung: Menschen wachsen besonders dann, wenn sie mit ihrer eigenen Sterblichkeit konfrontiert sind.

Einige Veränderungen sind phänomenal. Oft ist es eine Mischung aus Emotionen wie Verleugnung, Angst, Wut, Reue, noch mehr Verleugnung ... - und schließlich dann doch Akzeptanz.

Menschen wissen plötzlich sehr wohl, was sie anders hätten machen wollen, wenn ihnen die Frage danach gestellt wird. Einige Einsichten tauchten in den Gesprächen immer wieder auf.

1. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu führen, und nicht das, welches andere von mir erwarten.

Dies ist das häufigste Bedauern. Wenn Menschen erkennen, dass ihr Leben fast vorbei ist und Rückschau halten, erkennen sie, wie viele Träume unerfüllt bleiben. Die meisten Menschen haben noch nicht einmal die Hälfte ihrer Träume erfüllt gesehen und sterben mit der Erkenntnis, dass Sie selbst dafür verantwortlich sind, aufgrund der Entscheidungen die sie getroffen oder eben nicht getroffen haben.

Von diesem Moment an resignieren sie entweder völlig oder aber sie fangen an, mit aller Kraft noch das letzte Quäntchen Leben aus der verbleibenden Zeit zu quetschen. Leider fehlt ihnen aber genau dafür dann die nötige Kraft, da sie Ihre Gesundheit bereits verloren haben.

Gesundheit bringt eine Freiheit, die nur wenige realisieren, bis sie diese nicht mehr haben.

Original-Photo von me_maya - http://www.flickr.com/photos/me_maya/

Wachstum im Angesicht des Todes 2/5

Work

2. Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet.

Es sind meistens Männer, die so ihr Resümee ziehen. Sie haben ihre Jugend zu früh aufgegeben und nicht ausreichend Zeit mit ihrem Lebenspartner verbracht, so die Besinnung.

Sie bedauern, so viel Zeit in ihre Karriere investiert zu haben und so wenig in die Dinge, die Sie geistig und emotional hätten bereichern können.

Sie wünschen, sie hätten ein einfacheres Leben geführt, ohne die Hast nach dem nächsten Euro, um das so wertvolle Leben abzusichern, bevor es vorbei ist.

Sie sprechen von der Bedürfnis nach „mehr Eigenraum“ in ihrem Leben, den sie vielleicht eher durch ein „entrümpeln“ des eigenen Lebensstils hätten erreichen können, als durch ein stetiges hinzufügen neuer „Dinge“ im eigenen Wohlstandscontainer.

Mehr Möglichkeiten sind es, die sie sich wünschen. Einige erkennen, dass genau diese Möglichkeiten alle irgendwie präsent waren, sie diese nur einfach nicht erkannt haben, da ihnen der Blick durch eine ungünstige, aber selbstgewählte Betrachtungsweise und -position verbaut war.

Alles, was vorher so wichtig schien, verliert plötzlich an Gewicht. Und vieles wird dadurch leichter …

Original-Photo von John P. - http://www.flickr.com/photos/23565432@N05/

Wachstum im Angesicht des Todes 3/5

Speak
3. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, öfter meine Gefühle auszudrücken.

Viele Menschen unterdrücken ihre Gefühle, um den „Frieden“ mit den anderen zu erhalten. Es ist die Sorge um die Reaktionen der anderen, die Angst vor einer Ausgrenzung aus dem gewohnten sozialen Umfeld, wenn sie sich offenbaren und ggf. mit ihren Gefühlen und Bedürfnissen nicht der „Norm“ entsprechen.

Als Folge führen sie eine, wie sie selbst es nennen, mittelmäßige Existenz und werden dadurch nicht wirklich die maximale Persönlichkeit, die sie hätten werden können. Im Gegenteil. Viele entwickeln Krankheiten, die ihre Ursache auch in der eigenen Unzufriedenheit und tief verwurzelten Bitterkeit haben.

Eines ist klar: Wenn wir anfangen offener mit unseren Wünschen, Erwartungen und Bedürfnissen umzugehen, so stoßen wir vielleicht einigen Menschen vor den Kopf. Doch zugleich treten wir in einen klärenden Dialog mit uns selbst und erleben unsere Umwelt im Umgang mit unserem wahren Ich. Und diese Erkenntnisse sind vielleicht die Grundlage für einige Entscheidungen, die längst überfällig sein könnten.

Original-Photo von kevin dooley - http://www.flickr.com/photos/pagedooley/

Wachstum im Angesicht des Todes 4/5

Freunde
4. Ich wünschte, ich hätte den Kontakt zu meinen Freunden stärker gepflegt.

Oft erkennen wir den tiefen Nutzen nicht, der aus einer Beziehung mit alten Freunden entspringt. Erst wenn das eigene Sterben greifbar ist, wird uns das wirklich klar. Nur verbleiben eben dann oft nur Wochen oder manchmal Tage, um den Kontakt wieder zu aktivieren und aufleben zu lassen.

Viele der von mir erwähnten Menschen waren so sehr in ihrem jetzigen Geschehen gefangen, das sie nicht die Zeit und Anstrengungen investierten, um diese Beziehungen zu pflegen und am Laufen zu halten.Oft ist ganz einfach die Notwendigkeit im Hier und Jetzt nicht erkennbar und andere Dinge haben ganz einfach Vorrang.

Aber wenn wir mit unserem nahen Tod konfrontiert sind, fallen die physischen Details des Lebens und die bisherige Lebensroutine in die Bedeutungslosigkeit. Das ist der Moment, wenn die Sehnsucht nach geistiger, psychischer, emotionaler Geborgenheit und Klarheit an fast ausschließlicher Übermacht gewinnt.

Auch wollen die Betroffenen ihre Angelegenheiten in Ordnung bringen, insofern dies noch möglich ist. Es sind nicht Geld oder Status, welche die wahre Bedeutung für sie haben. Sie wollen einfach ihre gefühlten oder tatsächlichen Verpflichtungen in Ordnung bringen, und das zum Nutzen derer, die sie lieben. In der Regel sind sie aber zu krank und zu müde, um diese Aufgabe zu bewältigen.

Und so ist am Ende des eigenen Weges wieder alles auf Liebe und Beziehungen reduziert. Das ist alles, was in den letzten Wochen wohl bleibt: Liebe und Beziehungen.

Photo von Yannic Meyer - http://www.flickr.com/photos/yannic/

Wachstum im Angesicht des Todes 5/5

Cheeeese

5. Ich wünschte, ich hätte mich selbst glücklicher sein lassen.

Dieser Wunsch ist vielleicht die wahre Quintessenz in der Rückschau auf das eigene Dasein. Viele wussten bis zum Ende ihres Lebens nicht, dass Glück eine Wahl ist. Sie steckten in alten Mustern, Gewohnheiten und Denkweisen. Der sogenannte Komfort von Vertrautheit und Bequemlichkeit überflutete ihre Gefühle, ihre Gedanken sowie ihr physisches Leben.

Angst vor Veränderung war eher etwas, das die anderen hatten. Sie selbst könnten sich jederzeit verändern, wenn sie es wollten … So der ehemals gültige Kanon.

Aber sie wollten wohl nicht, obwohl tief in ihnen der Wunsch zu lachen und albern zu sein, wieder mehr zu spielen, spürbar lebte. Ganz so, wie sie es aus Kindheits- und Jugendtagen noch in Erinnerung hatten.

Wenn wir auf dem Sterbebett liegen, dann scheint das, was andere von dir denken, so weit entfernt und unwichtig zu sein. Wie wunderbar wäre es, wenn wir es schaffen könnten, genau das loszulassen, was uns einschränkt und wieder mehr zu lachen, lange bevor wir sterben.

Das Leben ist eine Wahl.
Es ist dein Leben.
Wähle es bewusst.
Wähle mit Bedacht.
Prüfe den Umgang und das Ehrlichsein mit deinem wahren Ich.
Wähle ein Stück der frühen Erkenntnis ...
... und vom frühen Glück.

Photo von adesigna - http://www.flickr.com/photos/adesigna/